Butter: radikalen Verzehrsrückgang
Die ehemals vom Verbraucher bevorzugte Butter erlebte in den fünfziger Jahren einen radikalen Verzehrsrückgang. Industrie und Wissenschaft verpassten dem pflanzlichen Kunstfett ein positives Image und appellierten damit an das wachsende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten. So vertreten Margarineanhänger bis heute die Ansicht, dass ungesättigte Fettsäuren und weniger Cholesterin das Herzinfarktrisiko senken.
Wissenschaftlichen Daten zufolge sind das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin sowie der Triglyzeridstatus eigenständige Risikofaktoren für die Entstehung von Herzerkrankungen. Anders herum steigen unter einer hohen Zufuhr an Trans-Fettsäuren die Triglyzerid- und LDL-Konzentrationen, während das HDL-Cholesterin abfällt. Diese entstehen unter anderem bei der Margarineherstellung in Folge der künstlichen Pflanzenöl-Härtung und sind dank Eingreifens der Industrie aufgrund modifizierter Herstellungsprozesse nur noch in wenigen Margarineprodukten zu finden.